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(Text: H. Renner, P. Kroll, K. Laimer,
Skero; Musik: P. Kroll, Scratches: DJ DAN)
Flip: Leben heißt
Balance zwischen Gewinn und Verlust/ für jedes Ding das ich lieb,
schlägt mein Herz in der Brust/ Ich ring nach Luft wenn mir plötzlich
was genommen wird/ das Schicksal seine Schatten wirft auch ohne Sonnenschirm/
Mir fehlen meine Großmütter und Väter/ hätte gern
ihre Geschichten gehört, kenn nur die Bilder ihrer Gräber/
Nicht jeder Lebensstil ist mir verständlich/ viele bauen sich selber
ein Gefängnis/ sind zu beschränkt und ängstlich/ Aus
Furcht vor Verlust verschwindet die Lust am Dasein/ ich atme Gas ein
und spei Feuer wie ein Ungeheuer/ das die Seele reinigt, versperrte
Wege freilegt, die Unbeschwertheit eines Kinds fehlt mir freilich mittlerweile/
Vermiß den Kick den ich hatte beim Schreiben meiner ersten Zeile/
genauso wie Gefährten und Freunde/ Erinnerungen die die Zeit weggespült
hat/ ich weiß mir fehlt´s an Vielem doch zum Glück
nicht an Rückgrat.
Cuts: i´m gonna miss you - my mind
changes when the time changes
Huckey: Was fehlt sind vernünftige
Antworten auf berechtigte Fragen/ unter den Füssen den Boden und
überm Kopf ein Dach haben/ Von mir werden Dinge erwartet die ich
auch liebend gern täte/ aber ich bin ja selber oft das fehlende
Glied in der Kette/ was mich aus der Fassung bringt hab ich so nötig
wie ein Loch im Kopf/ mir fehlt ein Ansporn für den Geist und für
die Seele ein Boxenstopp/ eine Blume ins Knopfloch für die, die
dies unterschreiben/ zu viele Hündchen die bellen, zu wenig Hunde
die beissen/ Mir fehlt das Lesen zwischen den Zeilen, zumindestens ein
bisschen/ und die Zeit sich dafür Zeit zu nehmen und auch die Zeit
dazwischen/ Es fehlt das Verstehen vor, zwischen und nach den Worten/
Gefühle sind abgestorben schon beim ersten Lichtstrahl am Morgen/
Ich denke mir fehlt das Verständnis und dir der Durchblick/ seit
kurzem redest du davon, dass dein Leben vermurkst ist/ jetzt merkst
du´s endlich: du nimmst zur Kenntnis du vermisst irgendwas/ denn
wenn es dir an gar nichts fehlt geht dir bestimmt etwas ab
Cuts
Skero: Ich vermiß vertraute Gesichter auf die das Licht
nicht mehr fällt/ die Erinnerung verblaßt noch bevor sie
mich quält/ ich vermisse unbeschwerte Tage am Strandbad/ ich vermiß
sogar die Welt, die ich niemals gekannt hab/ vor dem großen Machtkampf,
der die Erde verbrannt hat/ ich vermiß Toleranz, Verhandlungen
ohne Panzer/ und trotz tausend Kameras, die Wahrheit über so manches/
ich vermisse die Art, wie Jams damals abliefen/ Wasi bei den Massiven/
ein paar Alternativen zum Mainstream/ eure Stars sind schneller tot
als James Dean/ ich vermisse alles und nichts, sitz vor vergossener
Milch/ nicht mit langem Gesicht, und glasigem Blick/ ich lehn mich weit
aus dem Fenster, was bringt das Leben mit sich/ ich will Erfahrungen
sammeln, die ich dann später vermiß
Laima: Man kann schon sehr viel vermissen/
durch das andauernde kiffen/ denn sucht mein Hirn nach Begriffen/ sind
sie blass und verblichen/ Man vermisst einen Song, wenn man ihn länger
nicht hört/ und ich vermisse meine Stimme immer nach dem Konzert/
Ich vermiss an mir die Höflichkeit, Bescheidenheit und Ordnungssinn/
und rubble ich am Rubbellos, vermiss ich den Sofortgewinn/ Uns fehlt
ja so vieles, mal dieses mal jenes/ doch nur die guten Sachen, Negatives
fehlt uns eh nicht/ Jegliche Existenz ist auf den Weg irgendwo hin/
und ist man wirklich konsequent, vermisst man nicht einmal den Sinn/
Denn wissentlich vermisst man nichts, was man nicht wüsste zu wissen/
und die, die es wissen müssten, wissen nur, dass sie etwas vermissen
müssten.
Cuts
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